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Thema: Türkische Gemeinde warnt vor Islamisten-Datei

  1. #1
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    Standard Türkische Gemeinde warnt vor Islamisten-Datei

    Türkische Gemeinde warnt vor Islamisten-Datei

    Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat die Schaffung einer zentralen Islamisten-Datei kritisiert. Es bestehe die Gefahr, dass auch Unbeteiligte erfasst würden.

    Die türkische Gemeinde hat datenschutzrechtliche Bedenken gegen die von den Innenministern am Freitag beschlossene zentrale Islamisten-Datei geltend gemacht. Es bestehe die Gefahr, dass auch Unbeteiligte erfasst würden, sagte der Vorsitzende Hakki Keskin der «Berliner Zeitung». Zudem sei es ein Fehler, Terrorismus in erster Linie mit dem Isalm in Verbindung zu bringen.

    Der Generalsekretär der Türkischen Gemeinde zu Berlin, Celal Altun, sagte, durch die Datei werde die Privatsphäre vieler Menschen erheblich verletzt. Es sei zu befürchten, dass Millionen Migranten ausgeschnüffelt würden. Die zögen sich dann wieder in ihre Ecken zurück. Insofern schade die Datei auch der Integration. (nz)

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    Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
    (George Bernard Shaw)

    Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll.
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    Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
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  2. #2
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    Interessant, von welcher Seite die Kritik kommt..
    Wieviel Freiheit hätten Islamisten wohl in dem von ihnen angestrebten "islamischen Gottesstaat"?
    Vielleicht doch versteckte Sympathie mit dem Terrorismus?

  3. #3
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    Islamisten? Die Kritik stammt doch von ganz normalen Muslimen, nicht von einer islamistischen Gruppierung!?

    Islamisten wären im Rahmen ihrer Überzeugungen wohl schon frei, denn wenn ihre Ideale und die für sie gültigen Verbote und Freiheiten im Gottesstaat umgesetzt werden, haben sie ja keine, für sie feststellbaren, Grenzen.

    Bei Muslimen wäre wohl die Frage, in wie weit die eigene Überzeugung mit der islamistischen übereinstimmt. Je stärker sie die islamistischen Ideen als richtig ansehen, desto geringer die Einschränkung. Gemäßigte oder fortschrittliche Muslime hätten aber ähnliche Einschränkungen im persönlichen Leben wie Christen oder einfach alle Leute, die sich nicht der islamistischen Ideologie anpassen.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von Siran
    Islamisten? Die Kritik stammt doch von ganz normalen Muslimen, nicht von einer islamistischen Gruppierung!?
    Ja, aber die Datei bezieht sich doch nur auf Islamisten, oder?
    einfache Muslime werden nicht aufgenommen. Das meinte ich: interessant, daß gemäßigte Muslime sich für die "Freiheitsrechte" von Islamisten einsetzen, anstatt sich über effektivere Terrorbekämpfung zu freuen..
    Islamisten wären im Rahmen ihrer Überzeugungen wohl schon frei, denn wenn ihre Ideale und die für sie gültigen Verbote und Freiheiten im Gottesstaat umgesetzt werden, haben sie ja keine, für sie feststellbaren, Grenzen.
    Das ist aber sehr theoretisch: In einem islamischen Gottesstaat wird immer ein Großteil der Menschen unterdrückt, wie man z.B. in den Freiheitsbestrebungen im heutigen Iran sehen kann.
    Wer durch den Zufall der Geburt oder aus sonstigen Gründen dort leben muß, hat ja keine andere Wahl: entweder er paßt sich an, oder erwird unterdrückt.
    Bestimmte Gruppen, wie Frauen, werden grundsätzlich unterdrückt.
    Die Vorstellung, in einem solchen Staat leben nur Menschen, die das System unterstützen, ist realitätsfremd, wie man auch an der großen Zahl von Hinrichtungen im Taliban-Regime gesehen hat.

  5. #5
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    Zitat Zitat von derNeue
    Ja, aber die Datei bezieht sich doch nur auf Islamisten, oder?
    einfache Muslime werden nicht aufgenommen. Das meinte ich: interessant, daß gemäßigte Muslime sich für die "Freiheitsrechte" von Islamisten einsetzen, anstatt sich über effektivere Terrorbekämpfung zu freuen..
    Das Problem sind wahrscheinlich die Grenzen.

    Wenn man "nur" Terroristen archiviert, würden einfach durch Verdacht und Überschneidungen, auch eine ganze Menge nicht terroristischer Islamisten in die Datei aufgenommen. Wenn man die erlaubte Menge auf Islamisten ausdehnt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass auch ganz normale Muslime aufgenommen werden, die einfach irgendwie in den Verdacht geraten, islamistische Ziele zu verfolgen.

    Das ist aber sehr theoretisch: In einem islamischen Gottesstaat wird immer ein Großteil der Menschen unterdrückt, wie man z.B. in den Freiheitsbestrebungen im heutigen Iran sehen kann.
    Wer durch den Zufall der Geburt oder aus sonstigen Gründen dort leben muß, hat ja keine andere Wahl: entweder er paßt sich an, oder er wird unterdrückt.
    Bestimmte Gruppen, wie Frauen, werden grundsätzlich unterdrückt.
    Die Vorstellung, in einem solchen Staat leben nur Menschen, die das System unterstützen, ist realitätsfremd, wie man auch an der großen Zahl von Hinrichtungen im Taliban-Regime gesehen hat.
    Das letzte habe ich ja nie behauptet. Du hattest ja explizit nach den Freiheiten von Islamisten gefragt. Dass in einem islamistischen Gottestaat eine ganze Menge Leute in ihren fundamentalen Freiheiten eingeschränkt werden würde, steht wohl außer Frage.
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  6. #6
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    Die sollen aufhören hier rumzukeifen. Entweder sie stehen auf Seiten der Behörden, oder der Islamisten.
    Bei letzteres würde ich empfehlen, unser Land zu verlassen - Eine Sorge weniger für dieses kranke und marode Land.

  7. #7
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    Erstens solltest du mit solch einfach gestrickter "Entweder sind sie für uns oder gegen uns"-Rethorik eine Auswanderung in die usa erwägen, da kommen solche Sprüche besser an.
    Zweitens würde diese Logik bedeuten, daß z.B. auch Anwälte von Terroristen nicht Teil des demokratischen Systems sind, wenn sie auch Staatsfeinden einen fairen Prozeß ermöglichen, sondern ebenfalls zu Staatsfeinden werden, da sie ja für die Rechte von Terroristen eintreten. Daraus folgt, daß die demokratischen Grundrechte nicht allen Menschen, sondern nur einem begrenzten Teil zustehen, und damit hat man dann die Demokratie so weit ausgehöhlt, daß sie den Namen Demokratie nicht mehr verdient. Und das führt dann zu Foltergefängnissen und Internierungslagern für "gesetzlose Kämpfer".
    "Ich bin bekannt für meine Ironie. Doch in Amerika eine Freiheitsstatue zu errichten wäre selbst mir nicht eingefallen."
    George Bernhard Shaw

    "Lieber tot als Sklave"
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    Wir werden nichts beanspruchen. Wir werden um nichts bitten. Wir werden nehmen. Wir werden besetzen.

    Welche Niedrigkeit begingest du nicht, um die Niedrigkeit auszutilgen?
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  8. #8
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    Ich glaub, was Edmund da sagen wollte ist, dass diese Fundamentalisten zuviele Sympathien von Seiten der "gemässigten" Muslime in BRD erhalten. Damit stehem sie mehr auf deren Seite als auf Seiten unserer Demokratischen Gesellschaft.
    Das ist übrigens Fakt. Ein Beispiel hierfür wäre z.B. der rege Zulauf auf Moscheen allüberall gleich nach 911. Statt Ablehnung und Distanz war deutlich mehr Zuspruch und Zusammenhalt innerhalb der Musl. Gemeinden zu spüren. War es Trauer, Nächstenliebe, Güte? Und plötzlich brannten USA-Flaggen überall.- ein Zufall?
    Neenee, die lesen alle aus einem Buch und wenn sie gegen unsere Verfassung wirken machen sie sich strafbar. Leider gehen die Behörden viel zu lasch damit um. Die sollten diesbzgl. den gleichen Eifer wie mit der Sicherstellung verdächtiger "Nazis" an den Tag legen. Dann würde auch mal was passieren. Aber hierzulande können die schalten und walten, wie es ihnen beliebt. Und wenn mal eine Moschee ausgehoben wird sind alle gleich entrüstet und protestieren. Für mich unverständlich. Wenn die Indikation gegeben ist sollte man eingreifen. Unverzüglich! X(
    Vintage MoJo

  9. #9
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    Zitat Zitat von Siran
    Bei Muslimen wäre wohl die Frage, in wie weit die eigene Überzeugung mit der islamistischen übereinstimmt. Je stärker sie die islamistischen Ideen als richtig ansehen, desto geringer die Einschränkung. Gemäßigte oder fortschrittliche Muslime hätten aber ähnliche Einschränkungen im persönlichen Leben wie Christen oder einfach alle Leute, die sich nicht der islamistischen Ideologie anpassen.
    Das ist in jedem Staat so. Ein Mensch der mit der Regierung konform ist auch im "repressivsten" Staat frei während ein Mensch der seine Regierung als feindlich betrachtet sich auch im "freisten" Staat sehr schnell seiner Unfreiheit bewußt wird.

    Freiheit ist diesbezüglich ein sehr relativer Begriff.
    Siegen heißt Leben

  10. #10
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    Ein Beispiel hierfür wäre z.B. der rege Zulauf auf Moscheen allüberall gleich nach 911. Statt Ablehnung und Distanz war deutlich mehr Zuspruch und Zusammenhalt innerhalb der Musl. Gemeinden zu spüren.
    Der starke Zusammenhalt erklärt sich meiner Meinung nach eher darin, daß Araber generell als Feind gesehen wurden und (wenn ich mich richtig erinnere) es vereinzelt zu Übergriffen gegen sie kam. Wenn jeder Araber als potentieller Terrorist angesehen wird, liegt der Zusammenhalt innerhalb der muslimischen Gemeinde wohl eher in Angst als in Zustimmung zu den Terroristen begründet. Ein Szenario wie im Film "Ausnahmezustand" habe ich damals als durchaus realistisch angesehen.
    Und plötzlich brannten USA-Flaggen überall.- ein Zufall?
    Ich sehe da keinen Zusammenhang. Überall auf der Welt gibt es in meinen Augen gerechtfertigten Haß auf die usa, sowohl vor als auch nach dem 11.9., nur stand er vorher nicht so im Mittelpunkt des Medieninteresses. Jede usa-kritische Demonstration zu einer Solidaritätsbezeugung mit den Terroristen zu erklären gehört aber zu der Feindbildkonstruktion und Schwarz-Weiß-Malerei der us-Regierung. Daneben frage ich mich, wieviele dieser Flaggenverbrennungen von den Medien inszeniert wurden.
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