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Thema: Versailler Vertrag

  1. #141
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Laut Kaiser Wilhelm II hatte er noch mit dem Zaren telefoniert, der Zar wusste noch nicht mal das Mobilmachung Krieg bedeutet.

  2. #142
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Cicero1 Beitrag anzeigen
    Die vier, fünf anderen "Hauptgründe" hast Du jetzt nicht aufgeführt. Vergessen? Absicht? Unwissenheit? Französische Revanchepolitik; britische Missgunst gegenüber "Made in Germany" und deutscher Flotte; russischer Sozialimperialismus, um mit Kriegen von inneren Problemen abzulenken; italienischer Imperialismus, Nationalismus (Irredentismus).
    Sicher, et hat mehrere Zutaten gegeben die den Topf zum Brodeln gebracht hatten. Die von Dir genannten Ursachen waren von sekundärer und tertiärer bis garkeiner Bedeutung wie z.B. der Irredentismus in ITA. Hatte sowieso hauptsaechlich mit Kroatien;Dalmatien zu tun gehabt, also eine komitragische sideshow..
    Von "britische Missgunst gegenüber "Made in Germany" und deutscher Flotte" kann auch nicht die Rede sein ,da man sich auf Verhaeltnisgroessen zwischen den Kriegsflotten geeinigt hatte. Davon abgesehen, hatte WilhelmII durchaus erkannt und eingesehen, dass er nie der Macht der britischen Kriegs- oder Handelsmarine ebenbuertig sein koennte oder wuerde. Daher eben auch der Landweg zum 'Platz an der Sonne'. Es hatte allerdings deutsche Plaene gegeben, an der Nordostkueste von Afrika eventuell einen grossen Marinestuetzpunkt zu errichten mit dem Zweck die britischen Handelrouten nach Persien und Indien kontrollieren zu koennen, doch das blieb beim Traum.

  3. #143
    food for thought Benutzerbild von houndstooth
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    Standard AW: Versailler Vertrag



    DER ENTSCHEIDENDE SCHRITT



    von August Thyssen




    Ich schreibe dieses Pamphlet weil ich die Augen der Deutschen, besonders die der Geschäftsleute, auf Tatsachen hin aufmerksam machen möchte. Als die Hohenzollern Unterstützung von der Geschäftswelt für ihre Kriegspläne haben wollten , boten sie uns ihre Vorstellungen als Geschäftsangebot dar. Auf Grund dessen dass Krieg sich für sie auszahlen würde , wurde eine grosse Zahl Geschäfts- und Handelsmänner gebeten die Kriegspolitik der Hohenzollern zu unterstützen . Ich muss ehrlich gestehen dass ich , als dieses Anliegen in 1912-13 den führenden Geschäftsleuten in Deutschland unterbreitet wurde, einer derer gewesen war , die den Kriegsplan der Hohenzollern unterstützt hatte. Ich bin dazu allerdings gegen mein besseres Urteil verleitet worden.

    In 1912 sahen die Hohenzollern, dass Krieg zur Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des Militärwesens , von dem ihre Macht abhing , geworden war. In dem Jahr hätten die Hohenzollern, so sie gewollt hätten , die Aussenpolitik unseres Landes so führen können , dass in Europa Frieden für mindestens die nächsten fünfzig Jahre garantiert gewesen wäre. Doch Friede hätte mit Sicherheit die Auflösung unseres Militärwesens bedeutet , und mit dem Abbruch unseres Militärwesens wäre die Macht der Hohenzollern zu Ende gegangen.

    Doch um dies zu erreichen, brauchten sie für ihre Ziele die Unterstützung aus dem Unternehmerbereich . Das taten sie, indem sie ihnen grosse persönliche Gewinne als Lohn des Kriegs in Aussicht stellten. In Anbetracht der Ereignisse die seit August 1914 abliefen , erscheinen diese Versprechungen höchst lächerlich , doch die meisten von uns hatten damals geglaubt dass sie sich wahrscheinlich verwirklichen würden.

    Mir persönlich wurde eine freie Zuteilung von 30,000 Morgen in Australien und von der Deutschen Bank ein £15O,OOO Darlehnen zu 3 Prozent zum Ausbau meines Betriebes in Australien versprochen. Verschieden andere Firmen wurden

    273
    Verschieden anderen Firmen wurden in Indien , dass , es sei bemerkt, gegen Ende 1915 von DEU erobert sein würde, besondere Handelsverguenstigungen versprochen. Ein Syndikat zur Ausnutzung Kanadas war gegründet worden. Das Syndikat bestand aus den Vorständen von zwölf Firmen; das Betriebskapital war auf £20,000,000 festgesetzt worden, die deutsche Regierung würde die Hälfte bezahlen.

    Ich hatte gehört, dass es da noch Versprechen mit mehr persönlichen Charakter gegeben hatte. Zum Beispiel sollte "Die Eroberung Englands" Grund dafür geben, dass bestimmten bevorzugten und reichen Männern einige der wünschenswertesten Familiensitze in England geschenkt werden würden ; doch dafür habe ich keine wirklichen Besweise.

    Jedes Gewerbe und Interesse wurde angefragt. Natürlich sollten den eroberten Nationen gewaltige Schadenersatzforderungen aufgeladen werden und für Jahre nach dem Krieg, würden den glücklichen deutschen Fabrikanten dadurch die Steuern erspart geblieben.

    Diese Versprechen wurden nicht leichtsinnig gegeben. Sie wurden definitiv von Bethmann-Hollweg im Auftrag des Kaisers der versammelten Geschäftswelt und in vielen Fällen Einzelpersonen gegenüber gegeben. Ich habe das mir gegeben Versprechen von 30,000 Morgen Land in Australien erwähnt. Ähnliche Versprechungen wurden in Sonderbesprechungen mit dem Kanzler mindestens 80 anderen Personen gegeben und alle Einzelheiten dieser Versprechungen wurden in ein Buch in der Handelsabteilung eingetragen.

    Doch nicht nur wurden diese Versprechungen vom Kanzler gemacht, sie wurden vom Kaiser bestätigt der an drei Gelegenheiten in 1912 und 1913 bei grossen, privaten Veranstaltungen von Geschäftleuten in Berlin, München und Kassel Ansprachen hielt. Ich war bei so einer Versammlungen dabei gewesen. Die Rede des Kaisers war eine der verblümtesten Ansprachen gewesen die ich jeh gehört hatte und so üppig waren die Versprechen die er da gemacht hatte, dass selbst wenn nur die Hälfte davon erfüllt worden wäre , die meisten Unternehmer in DEU mehr als in ihren gierigsten Träumen reich geworden wären .

    Der Kaiser war besonders angetan über die bevorstehende Eroberung Indiens. " Indien" sagte er , " ist von Engländern besetzt. Es wird sozusagen von England regiert, aber es wird keineswegs von ihnen völlig regiert. Wir

    w .. VOL. 1.-18. 274
    werden Indien nicht nur besetzen. Wir werden es erobern und die reichen Einnahmen die die Engländer den indischen Prinzen goennen , werden dann in einem goldenem Strom in's Vaterland fliessen. In den reichsten Ländern der Erde wird die deutsche Fahne über jede andere Fahne wehen." Zum Schluss resümierte der Kaiser: "Ich mache Ihnen keine Versprechungen die nicht lern zufolge sollte der Sieg ieingehalten werden können und sie werden eingehalten wenn Sie jetzt dazu bereit sind die dazu nötigen Opfer zu bringen, die die Position, die unser Land in der Welt einnehmen muss und wird, gewährleistet. Der, der sich weigert zu helfen ist ein Vaterlandsverräter; der der bereitwillig und grosszügig hilft, wird seine reiche Belohnung bekommen."

    Ich muss gestehen, das sich das Alles verlockend und verführerisch angehört hatte. Und trotzdessem dass es einige gegeben hatte ,die die Aussicht dass DEU die Welt in einem Jahr erobern würde ,ziemlich skeptisch betrachteten, hatte doch die Mehrheit der Geschäfts- und Handelsleute den Hohenzollern-Kriegsplan unterstützt. Die meisten von ihnen haben sich seitdem gewünscht sie hätten ihm nie zugehört.

    Den Versprechungen der Hohenzollern im Dezember 1915 stattgefunden haben und die Versprechungen, die mir und anderen Geschäftsleuten in Deutschland gemacht worden waren als unser Geld für die Kriegskasse des Kaisers benoetigt wurde , würden dann eingelöst werden.

    Doch das ist was in Wirklichkeit geschah : Im Dezember 1916 fing der Kanzler Bethmann-Hollweg wieder an Besprechungen mit Geschäftsleuten zu führen. Der Zweck dieser Besprechungen bestand darin mehr Geld von ihnen zu bekommen. Garantien wurden von fünfundsiebzig Geschäftleuten in DEU , mich einbeschlossen, dahingehend verlangt dass wir die nächste Kriegsanleihe mit £200,000,000 unterschreiben würden. Ich persönlich wurde um eine Garantie in Höhe von £200,000 gebeten. Ich hatte die Garantie abgelehnt , einige Andere taten das Gleiche; danach hatte ich die Ehre für eine Unterredung mit dem Sekretär von Kanzler Bethmann-Hollweg der mir sagte, dass wenn ich die Garantie und daraufhin kein Geld geben würde, ich den Vertrag mit dem Kriegsministerium verlieren würde. Falls ich die Garantie nicht geben würde, wurde mir nicht bloss mit dem praktischen Zusammenbruch meiner Firma gedroht.
    275

    Ich nannte diese Verlangen Erpressung der übelsten Sorte und weigerte mich auch nur eine Mark für die Kriegsanleihe zu garantieren. Zwei Monate später hatte ich meinen Vertrag verloren und der grösste Teil meiner Firma wurde für einen Betrag übernommen der Konfiszierung gleichkommt. Mehr noch, ich werde bis zum Ende des Kriegs nicht bezahlt, doch soll ich vier Prozent vom Kaufpreis erhalten.
    Jeder Mann, der das Versprechen für eine Vorbestellung in der verlangten Höhe abgelehnt hatte, wurde auf gleiche Weise behandelt.

    Die Mehrzahl der Männer zog es allerdings vor, lieber zu zahlen als ruiniert zu werden, und somit hatten die Hohenzollern sich im Grossen und Ganzen durchgesetzt. Doch abgesehen von der Erpressung der Männer die sich geweigert hatten irgendwelches Geld in die Hohenzollern Kriegskasse zu zahlen, betrachten wir mal wie sich die Hohenzollern Versprechen abgespielt hatten.

    Letzten März schickte die Aussenhandelsabteilung einer grossen Zahl Geschäftmännern ein Rundschreiben dass folgende Vorschläge enthielt:
    " Es wird für Arbeitgeber mit ausländischen Handelsinteressen ratsam sein , im Ausland Vertreter einzustellen die als geborene Franzosen oder Engländer gelten können.
    Deutsche Vertreter und Reisende werden bei Geschäften nach dem Krieg wahrscheinlich noch für einige Zeit Schwierigkeiten erleben , nicht nur in Feindländern sondern auch Neutralen. Zweifellos wird es persönliche Voreingenommenheit gegen Deutsche geben, die es Vertretern deutscher Firmen wahrscheinlich schwer machen koennte Geschäfte zu machen. Obwohl diese Voreingenommenheit , weil sie bloss persönlicher Natur sein wird, deutschen Handel nicht stören wird, koennte es bei Handelstransaktionen behilflich sein, wenn Arbeitgeber Vertreter anstellen, die sich vorzugsweise als Franzosen oder Engländer ausgeben können oder auch als Holländer, Amerikaner oder Spanier."

    So, das sind die Aussichten die uns nach dem Krieg erwarten. Was das Rundschreiben in einfacher Sprache sagt ist dies: Nach dem Krieg sind Deutsche ausserhalb ihres eigenen Landes so verabscheut und gehasst, dass niemand mehr persönlich etwas mit ihnen zu tun haben möchte.

    Mehr noch, eine grosse Anzahl Firmen werden insgeheim mit Staatshilfe unterstützt. Vorraussetzung für diese Hilfe ist, dass die Firmeneigentümer sich damit einverstanden erklaeren, dass der Staat nach dem Krieg einen beträchtlichen Grad an Kontrolle über ihre Firmen ausübt. Das ist fester Bestandteil des Plans der Hohenzollern um
    276

    die Unternehmerschicht am Ende des Kriegs fest in ihren Griff zu bekommen um so die Möglichkeit einer Revolution zu verringern.

    Diese Männer, die darauf eingegangen sind jetzt Unterstützung für ihre Betriebe und Staatskontrolle nach dem Krieg anzunehmen , haben einen Bescheid vom der Aussenhandelsabteilung erhalten der darauf hinausläuft, dass , mit richtiger Organisation, DEU, drei Jahre nachdem der Friede erklärt sein würde, seine Vorkriegs-Handelsposition wieder erreicht haben dürfte.
    Hier ist die Hohenzollernmethode Versprechen einzulösen. Wir sollen unseren Vorkriegshandel drei Jahre nachdem Frieden erklärt worden sei, zurück bekommen, und deswegen müssen wir uns unterwerfen um unsere Handelstransaktionen vom Staat kontrollieren und überwachen zu lassen.

    Kann irgendein Deutscher, dem vom Kaiser solche Vorhaben in Aussicht gestellt wurden, nicht sehen dass ihm etwas vorgegaukelt wurde er für blödsinnig gehalten und zum Narren gehalten wurde einen Krieg zu unterstützen,von dem er höchstens hoffen könnte ohne nationalen Bankrott davonzukommen?


    ☙ ❧ ☙ ❧ ☙ ❧

  4. #144
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Der Zar war dumm, und zu allem Unglück war seine Frau noch viel dümmer als er!

  5. #145
    Nordlicht Benutzerbild von Sjard
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Der Zar war dumm, und zu allem Unglück war seine Frau noch viel dümmer als er!
    Wie kommst du denn darauf ?
    " Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert."

    ​Peter Sirius ( 1858 - 1913 )

  6. #146
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Sjard Beitrag anzeigen
    Wie kommst du denn darauf ?
    Der Zar wusste nichts was um ihn herum passiert. Der Zar ist nicht bewusst in den Krieg gezogen. Seine Berater sagten ihm wann er ja oder nein sagen soll.

  7. #147
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Der Zar wusste nichts was um ihn herum passiert. Der Zar ist nicht bewusst in den Krieg gezogen. Seine Berater sagten ihm wann er ja oder nein sagen soll.
    Welcher Herrscher oder Politiker, der in seinem hermetisch abgeriegelten Bundeskanzleramt oder Palast residiert, durch seinen Hofstaat bedient , von seiner ihm hörigen Entourage bejubelt, durch seine Leibwache geschützt, mit einer Limousine duchs Land kutschiert wird und in einer zur Festung ausgebauten Wohnung vor sich her schlummert , weiss was um ihn herum passiert ? Meinste der war schon mal alleine und privat auf Bahnhöfen, Hospitälern, Strassenbahnen und Supermärkten usw...? Mutti Merkel wagt sich keinen Schritt alleine vor die Türe....
    Wenn Wahlen nichts ändern könnten, würde man nicht alles versuchen, die Wahl der Rechten zu verhindern.

  8. #148
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Der russ. Kriegseintritt, das Motiv kann nur franz. Bestechung sein. Die Franzosen bedrängten die Russen sofort anzugreifen, das Ergebnis war 1915 die Schlacht von Tannenberg, da von haben sich die Russen nicht mehr erholt. Russland war für einen Krieg überhaupt nicht vorbereitet, eine Munitionskrise nach dem anderen.

  9. #149
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Dass der Erste Weltkrieg ein Weltkrieg wurde, liegt an dem Domino-System, das die Großmächte über Jahrzehnte aufgebaut hatten. Jeder hatte sich mit jedem gegen jeden verbündet.

    Schritt 1: ausgehend von dem Attentag von Sarajevo, hinter dem nach Meinung Österreich-Ungarns Serbien steckte, erklärt ÖU Serbien den Krieg.
    Schritt 2: für so einen Fall hatten die Serben einen Beistandsvertrag mit Russland. Dieser wurde jetzt aktiv, und Russland erklärte ÖU den Krieg.
    Schritt 2: ÖU hatte einen Beistandsvertrag mit Deutschland. Der wurde jetzt von Deutschland als fällig angesehen, und D erklärte Russland den Krieg. (An dieser Stelle hätte Wilhelm II. die Chance gehabt, die Entstehung eines Weltkrieges zu verhindern. Er hätte seinem Kollegen in Wien erklären können, der Beistandspakt sei für den Fall gedacht, dass jemand ÖU angreift, nicht aber für den Fall eines öu Angriffs auf jemanden. Das hätte man ihm in Wien sicher sehr übel genommen, und es hätte wohl zum noch schnelleren Untergang der Donaumonarchie geführt, aber die Entwicklung zum Weltkrieg wäre vielleicht gestoppt worden.)
    Schritt 4: Russland hatte für so einen Fall einen Beistandsvertrag mit Frankreich. Dieses erklärte jetzt Deutschland den Krieg.
    Schritt 5: da D bei seinem Vormarsch gegen Frankreich die belgische Neutralität brach, erklärte auch GB Deutschland den Krieg.
    Schritt 6: dass das Osmanische Reich an der Seite Deutschlands in den Krieg eintrat, scheint aus deutscher Perspektive weniger bedeutend zu sein, für die weitere Geschichte des Nahen Ostens ist es das aber schon. Eine ganze Reihe von Staaten der Region (Israel, Libanon, Jordanien, Irak) entstanden aus den Völkerbunds-Mandatsgebieten, die entweder GB oder Frankreich übertragen wurden.

    Klack-klack-klack-klack-klack fielen die Dominos, und schwupp, hatten sie sich alle gegenseitig an der Kehle.

    Am Abend des Tages, an dem GB in den Krieg eintrat, soll der damalige britische Außenminister Grey sehr lange und nachdenklich am Fenster seines Londoner Büros gestanden haben. Er beobachtete, wie man in den Straßen nach und nach die Gaslaternen anzündete, und sagte dann irgendwann: "Jetzt gehen in ganz Europa die Lichter aus; wir alle werden sie in unserem Leben nie wieder leuchten sehen." Sehr zutreffend.

  10. #150
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Das russ/sowj. Unglück im 20. Jahrhundert, im 1. wie im 2. Weltkrieg brauchte das Land mit niemanden ein Bündnis schließen.

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