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Thema: der finanzielle Kollaps in Europa

  1. #1391
    O Tempora O Mores
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Depti Beitrag anzeigen
    Staatskonzerne wie die Bundesbahn haben nur deshalb Defizite, weil die Gesetzgebung das so vorsah. Der Missbrauch der Bundesbahn war schon enorm. Sie diente den Transportunternehmen als billiges Sanierungsunternehmen. Die Bahn musste unrentable Transporte übernehmen. So kann man ein Staatsunternehmen kaputt sanieren.
    Eben, auch das macht Staatskonzerne aus - die Politik entscheidet über die Tätigkeit dieser Konzerne.

    Zitat Zitat von Depti Beitrag anzeigen
    Und die so teuren Beamten waren zu mindestens 90% im einfachen Dienst. Den Gegnern der Staatsunternehmen ist Altersarmut eine profitable Einnahmequelle. Auch darum mussten die Bundespost und die Bundesbahn beseitigt werden.
    Das Bundespost und Bundesbahn privatisiert wurden, dürfte eher mit den enormen Kosten der Wiedervereinigung zusammenhängen. Den "Luxus", sich solche teuren Zuschussunternehmen zu halten, wollte oder konnte man sich nicht mehr leisten. Die Übernahme und Sanierung der völlig heruntergewirtschafteten Deutschen Reichsbahn war extrem teuer. Das gleiche gilt auch für die Post der DDR, ebenfalls völlig heruntergewirtschaftet, mit Anlagen aus den zwanziger Jahren. Das Telekommunikationsnetz der DDR musste praktisch neu aufgebaut werden, mit Kosten im dreistelligen Milliardenbereich bis heute.
    Zitat Zitat von Depti Beitrag anzeigen
    Heute haben wir den Salat: Altersarmut, Arbeitslosigkeit und Kinderarmut. Das sind die erwünschten Glücksmomente des Kapitalismus. Endlich können sie ihre Gutherzigkeit zeigen. Angemessene Löhne von mindestens 20 Euro pro Stunde würden den Negativerscheinungen in Deutschland ein Ende setzen. Die gesamte Lohnsumme dürfen Unternehmen von der Steuer absetzen. Wer ist da so doof und zerstört seine Nachfrage?
    Weil die Milliardengräber Bundesbahn/Bundespost privatisiert wurden, haben wir heute Altersarmut/Arbeitslosigkeit? Ich schrieb es bereits in einem anderen Beitrag: Demographie und Globalisierung sind die Hauptgründe und nicht die Privatisierung maroder Staatskonzerne.

    Angemessene Löhne von 20 Euro. Und woher glaubst Du soll das Geld dafür kommen? Aus der Druckerpresse? Hast Du schon mitbekommen, wie viele deutsche/westliche Firmen und Branchen in den letzten Jahrzehnten einen Niedergang erlebt haben, bzw. den Anschluss verloren haben? Stichworte: Werften, Textilindustrie, Unterhaltungselektronik, Pharmazeutische Industrie, um mal einige Branchen zu nennen. Grundig, Telefunken, Saba, Nixdorf und unzählige andere Unternehmen gibt es heute nicht mehr.

  2. #1392
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Cicero1 Beitrag anzeigen
    Angemessene Löhne von 20 Euro. Und woher glaubst Du soll das Geld dafür kommen? Aus der Druckerpresse? Hast Du schon mitbekommen, wie viele deutsche/westliche Firmen und Branchen in den letzten Jahrzehnten einen Niedergang erlebt haben, bzw. den Anschluss verloren haben? Stichworte: Werften, Textilindustrie, Unterhaltungselektronik, Pharmazeutische Industrie, um mal einige Branchen zu nennen. Grundig, Telefunken, Saba, Nixdorf und unzählige andere Unternehmen gibt es heute nicht mehr.

    Glaubst Du immer noch die Märchen vom heiligen Helmut Kohl? Gott hat ihn endlich daheim. Löhne sind nacheilend. Wie können sie dann die Inflation antreiben? Die Lohnkosten sind für Unternehmen eine zu vernachlässigende Grösse. Die Lohnkosten dürfen allesamt von der Steuer abgesetzt werden. Welche Kosten haben die Unternehmen dann noch, wenn sie mindestens 20 Euro pro Stunde zahlen? Doch gar keine Lohnkosten. Sie müssen dann weniger Gewinnsteuer zahlen. Dass man das nicht einsehen kann. Seltsam. Und warum sind sie eingegangen? Lohndrückerei führt zu Binnenmarktverlusten. Die Nachfrage wird dadurch eingeschränkt. Wer soll die Waren kaufen, wenn zu wenig Lohn gezahlt wird? Die Unternehmen beflügeln oder behindern ihre Unternehmenserfolge, je nach dem, welche Lohnpolitik sie betreiben. Da Löhne alle von der Steuer absetzbar sind, sind höhere Löhne keine zusätzlichen Kosten sondern eine Stabilisierung der Binnennachfrage. Die Tendenz exportieren zu müssen wird dadurch relativiert. Es müsste eigentlich klar sein, dass Lohnkosten keine Kosten sind.
    Der Egoismus ist die Grundlage der Nächstenliebe.

  3. #1393
    O Tempora O Mores
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Depti Beitrag anzeigen
    Glaubst Du immer noch die Märchen vom heiligen Helmut Kohl? Gott hat ihn endlich daheim. Löhne sind nacheilend. Wie können sie dann die Inflation antreiben? Die Lohnkosten sind für Unternehmen eine zu vernachlässigende Grösse. Die Lohnkosten dürfen allesamt von der Steuer abgesetzt werden. Welche Kosten haben die Unternehmen dann noch, wenn sie mindestens 20 Euro pro Stunde zahlen? Doch gar keine Lohnkosten. Sie müssen dann weniger Gewinnsteuer zahlen. Dass man das nicht einsehen kann. Seltsam. Und warum sind sie eingegangen? Lohndrückerei führt zu Binnenmarktverlusten. Die Nachfrage wird dadurch eingeschränkt. Wer soll die Waren kaufen, wenn zu wenig Lohn gezahlt wird? Die Unternehmen beflügeln oder behindern ihre Unternehmenserfolge, je nach dem, welche Lohnpolitik sie betreiben. Da Löhne alle von der Steuer absetzbar sind, sind höhere Löhne keine zusätzlichen Kosten sondern eine Stabilisierung der Binnennachfrage. Die Tendenz exportieren zu müssen wird dadurch relativiert. Es müsste eigentlich klar sein, dass Lohnkosten keine Kosten sind.
    Ich weiß nicht, wie Du plötzlich auf das Thema Inflation kommst, davon schrieb ich nichts. Aber wenn Es Dich interessiert. Den Begriff "Lohn-Preisspirale" hast Du schon einmal gehört? Löhne sind eben keineswegs nur nacheilend sondern auch preistreibend. Dies hatten wir doch schon alles einmal in den siebziger Jahren.

    In lohnintensiven Branchen und Betrieben beträgt der Lohnkostenanteil 50 % und mehr. Nicht umsonst gibt es die von mir erwähnten Branchen kaum noch in Deutschland. Im Übrigen gilt das auch für die Konkurrenz im Ausland, dass dort die Löhne nicht die Gesamtkosten der Unternehmen ausmachen. Insofern bleibt ihr relativer Vorteil weiter bestehen.

    Und das Löhne als Betriebsausgabe abzugsfähig sind, bedeutet ja nicht, dass sie keine hohe Belastung darstellen. Es zahlt ja niemand Steuern die sich den 100 % annähern.

    Und ein weiterer Punkt wäre der, dass die Löhne seit 2010 stärker steigen als die Produktivität.

    Ob dieses Modell mit der höchsten Steuer-und Abgabenbelastung bei gleichzeitigen Löhnen in der Spitzengruppe auf Dauer funktionieren wird, bleibt fraglich.

  4. #1394
    Mitglied Benutzerbild von goldi
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Cicero1 Beitrag anzeigen



    Und ein weiterer Punkt wäre der, dass die Löhne seit 2010 stärker steigen als die Produktivität.
    Und was war vor 2010?
    So ab 2002....
    zungebeiß

  5. #1395
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von goldi Beitrag anzeigen
    Und was war vor 2010?
    So ab 2002....
    zungebeiß
    Da hat doch ein gewisser George W. Bush nach seinem Amtsantritt die Soialhilfe um mehr als 33% gekürzt. Er glaubte damit der Wirtschaft und den Steuerzahlern gedient zu haben. So glaubte er. Aber das war ein Irrtum. Die Steuern sind dazu da die Nachfrage anzukurbeln. Das bedeutet für die Unternehmen grössere Nachfrage nach den produzierten Waren und nach Dienstleistungen. Wer soll bei geringen Löhnen denn all das Zeugs kaufen, das in den Läden angeboten wird? Ist die Abhängigkeit von Lohnhöhe und Nachfrage so schwer einsehbar? Die Nachfrage der Sozialhilfeempfänger ist eben um mehr als 33% eingebrochen. Die Kredite der Sozialhilfeempfänger waren mit einem Schlag faul, weil nicht mehr bedienbar. Der plötzliche Mangel an Nachfrage bei den Firmen, die die Sozialhilfeempfänger bedienten, führte bei diesen Firmen zu einem Wirtschaftseinbruch und zu Insolvenzen. Die fehlenden Gelder verursachten bis in die Edelboutiken in New York Einkommensverluste bis hin zu Insolvenzen und grossen Mietverlusten. Diese Wirtschaftsabhängigkeiten werden gerne übersehen beim Lohndumping. Die Finanzkrise nahm in den USA ihren Anfang unter Bush Junior. Die Banken in Europa kauften die faulen Immobilienfonds zu horrenden Preisen und versuchten diese Preise an ihre Kunden in Europa weiter zu geben. Aber was nutzen mir Anlagen, die schon ausgereitzt sind und mit denen man an der Börse keine Blumentöpfe mehr gewinnen kann. Ich denke, dass viele andere Bankkunden ähnlich gehandelt haben wie ich. Sie haben die überteuerten Immobilienfonds nicht gekauft. Die europäischen Banken blieben auf ihren zu teuren Waren sitzen und schon waren sie pleite. Das ist nicht das erste Mal, dass US-Wirtschaftskrisen in Europa Finanzkrisen ausgelöst haben. Eine zweite Ursache der Finanzkrise ist hausgemacht. Nach Amtsantritt von Frau Merkel 2005 wurden die Landes- und Kommunalbeamten in Deutschland vom Urlaubsgeld und vom 13.Monatsgehalt befreit. Die Bundesbeamten durften weiterhin im Wohlstand schwelgen. Gemäss Artikel 3 GG ist das ein Bruch der Grundrechte und gemäss Artikel 19 GG Absatz 2 ist das ein Bruch der Unveräusserlichkeit der Grundrechte. Aber wir wissen, dass Frau Merkel den Dr. der Physik besitzt. Sie ist damit allwissend. Die Deutschen dürfen sich glücklich schätzen ob solch einer Bundeskanzlerin. Darum gab es auch keinen Widerspruch wegen diesem massiven Grundrechtbruch. Damit wurde das Weihnachtsgeschäft und das Urlaubsgeschäft um etliche Milliarden geschrumpft. In Niedersachsen entgingen in dem damaligen Weihnachtsgeschäft dem Handel mindestens 600 Millionen Euro. In der gesamten BRD waren das dann etliche Milliarden Euro. Dieser Ausfall an Staatsgeldern hat in der Wirtschaft riesige Einkommenslücken sowohl im Handel wie auch bei den Produzenten wie auch in den Touristenburgen speziell in Spanien gerissen. Das wiederum führte in Spanien zu grosser Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen. Und gemäss Wirtschaftskreislauf bedeutete das wiederum weniger Nachfrage für technische Produkte aus Deutschland. Wenn sich ein Politiker unqualifiziert dumme Ideen ausdenkt, dann darf er das? Und wenn der dann noch einen Doktor in Physik hat, sind diese Ideen immer richtig. Ergo Finanzkrisen haben Ursachen meist durch ungare und unwissende Politiker.
    Man glaubt zu sparen und damit etwas Gutes zu tun und merkt nicht, dass Sparen auch sinnlos sein kann. Man spart, um damit eine grössere Investition tätigen zu können und nicht um das Geld für immer dem Wirtschaftskreislauf zu entziehen. Grundsätzlich gilt: Ohne Moos nichts los! Und Nachfragebeschränkung führt immer zu Finanzkrisen. Das gilt auch für den Dreiviertellohn in den östlichen Bundesländern und der dort durch Helmut Kohl ausgelösten Finanzkrise. Der Soli, die Zussatzsteuer, sollte es dann richten. Das ist das, was man Kapitalismus nennt. Er macht alles Glück der Menschen kaputt.
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  6. #1396
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Cicero1 Beitrag anzeigen
    In lohnintensiven Branchen und Betrieben beträgt der Lohnkostenanteil 50 % und mehr. Nicht umsonst gibt es die von mir erwähnten Branchen kaum noch in Deutschland. Im Übrigen gilt das auch für die Konkurrenz im Ausland, dass dort die Löhne nicht die Gesamtkosten der Unternehmen ausmachen. Insofern bleibt ihr relativer Vorteil weiter bestehen.
    Hohe Lohnkosten resultieren aus hohen Lebenshaltungskosten. Dazu kam es zu einem signifikanten Anteil durch steigende Immobilienpreise aufgrund von Spekulation nach der Deregulierung der Finanzmärkte in den 80/90ern.

  7. #1397
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Das Problem der Niedriglohnländer hat mit niedrigem Lohn nichts zu tun. Es sind die unterschiedlichen Währingsrelationen, die zu diesen unterschiedlichen Löhnen führen. Bei einem Euro pro Tag in Indien für Teepflückerinnen verdienen die mehr als die Mindestlöhner in Deutschland. Mit dem einen Euro pro Tag können sie bzw. konnten Sie 10 kg Reis kaufen. Das war vor 10 Jahren. Ich hatte mir damals mal die Mühe gemacht das nachzurechnen, welche Kaufkraft damals ein Euro in Indien hatte. Ob das heute noch so ist, weiss ich aktuell nicht. Da Abwracken von Schiffen hat Indien viel preiswertes Metall eingebracht. Und wieviel kosteten 10 kg Reis vor 10 Jahren in Deutschland? Beim Umrechnen erkennt man, dass das nach bereignigter Währungsrelation sehr viel mehr ist, als Reporter das behaupten. Welche Botschaft wollen diese Reporter den Deutschen vermitteln? Immer wieder das Märchen von der ach so bösen Inflation. Das ist nichts als reine Ablenke, um illegale und menschenrechtfeindliche Löhne durchzusetzen. Und die chinesischen Facharbeiter haben nach bereinigter Währungsrelation mehr in der Tasche als deutsche Facharbeiter. Die Lüge von den geringen Löhnen basierend auf der Währungsrelation ist perverser Betrug und erfüllt den Fakt der Wählertäuschung. Die gesamte Stabilitätspolitik eines Helmut Kohl fortgesetzt durch die Stabilitätspolitik der EZB ist Lüge. Es ging darum das Öl möglichst preiswert einkaufen zu können. Immer dann, wenn das Öl teurer wurde, wurde auch die DM und dann der Euro im selben Masse an den Devisenmärkten erhöht, sodass es aussah, als ob der Ölpreis gleich blieb. Dieses Spielchen konnte aber nicht ewig fort gesetzt werden, weil dann die Exportwaren aus der EU nicht mehr bezahlbar gewesen wären. So hat sich auf Grund dieses inflationsspielchens in den achtziger Jahren die DM gegenüber dem Dollar von 1982 - vor Helmut Kohl - bis 1988 um 75% verteuert. Das galt dann auch für deutschen Exporte. Die Unternehmen haben nichts dazu verdient. Aber die Arbeitnehmer sollten verzichten. Damals wanderten einige wichtige Industrien ins Ausland nach Japan, Südkorea oder eben dorthin, wo die Löhne angeblich günstiger schienen. Der Sozialhaushalt des Bundes begann zu explodieren. Immer mehr Steuergelder wurden zum Füllen der Lohnlöcher verwandt, damit die Sozialkassen nicht sämtlich bankrott gingen. Lohndumping ist ein Lügen in die eigene Tasche. Ohne angemessenen Lohn gibt es keine angemessene Rente. Diese Stabilitätspolitik eines Helmut Kohl hat dann auch den deutschen Automobilbau auf das Erdöl zementiert. Das Öl sollte preiswert sein, damit der Autostaat Deutschland florieren konnte. Soviel zur wunderbaren Stabilitätspolitik eines Helmut Kohl. Darum viel Spass noch mit dem Mindestlohn, dem Weg in eine sichere Altersarmut.
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  8. #1398
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Gero Beitrag anzeigen
    Hohe Lohnkosten resultieren aus hohen Lebenshaltungskosten. Dazu kam es zu einem signifikanten Anteil durch steigende Immobilienpreise aufgrund von Spekulation nach der Deregulierung der Finanzmärkte in den 80/90ern.
    Das resultiert wiederum aus hoher Besteuerung und auch sonstigen Marktverzerrungen. Wobei sich da auch Spiralen ergeben.

    Was in einigen reicheren Laendern die Kaufkraft an Land zieht ist schon laenger nicht mehr die eigentliche Produktion oder Wertschoepfung, sondern schlicht und ergreifend die Schluessel- und Machtposition die Unternehmen haben, die dort ihren Sitz haben. Verlieren sie diese Machtposition (z.B. durch Waehrungskollaps), gibts dann auch die Abwaertsspirale mit vollem Schwung. Das duerfte fuer die USA noch mehr gelten, als fuer West-Europa.
    Wahrheit Macht Frei!

  9. #1399
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    Zitat Zitat von Rhino Beitrag anzeigen
    Das resultiert wiederum aus hoher Besteuerung und auch sonstigen Marktverzerrungen. Wobei sich da auch Spiralen ergeben.

    Was in einigen reicheren Laendern die Kaufkraft an Land zieht ist schon laenger nicht mehr die eigentliche Produktion oder Wertschoepfung, sondern schlicht und ergreifend die Schluessel- und Machtposition die Unternehmen haben, die dort ihren Sitz haben. Verlieren sie diese Machtposition (z.B. durch Waehrungskollaps), gibts dann auch die Abwaertsspirale mit vollem Schwung. Das duerfte fuer die USA noch mehr gelten, als fuer West-Europa.
    Die Besteuerung (von Einkommen) spielt sicher auch eine Rolle, aber sie ist eben nicht der einzige Faktor. Deindustrialisierung und Finanzialisierung sind die treibenden Adern der steigenden Immobilienpreise. In den angelsächsischen Ländern ist diese Entwicklung am schlimmsten. Deutschland steht da (noch) relativ gut da. Wenn Private Equity, Hedgefonds und Konsorten aber kein Riegel vorgeschoben wird, kann sich das in wenigen Jahren ändern. Die werden die deutsche Industrie abgrasen wie Heuschrecken, wie es bereits vor Jahrzehnten in GB und den USA passiert ist.

  10. #1400
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    Zitat Zitat von Gero Beitrag anzeigen
    Die Besteuerung (von Einkommen) spielt sicher auch eine Rolle, aber sie ist eben nicht der einzige Faktor. Deindustrialisierung und Finanzialisierung sind die treibenden Adern der steigenden Immobilienpreise. In den angelsächsischen Ländern ist diese Entwicklung am schlimmsten. Deutschland steht da (noch) relativ gut da. Wenn Private Equity, Hedgefonds und Konsorten aber kein Riegel vorgeschoben wird, kann sich das in wenigen Jahren ändern. Die werden die deutsche Industrie abgrasen wie Heuschrecken, wie es bereits vor Jahrzehnten in GB und den USA passiert ist.
    Die Besteuerung spielt die Hauptrolle, weil davon jeder betroffen ist.
    Natuerlich ist das nicht der einzige Faktor, aber es ist derjenige der jeden wirtschaftlich aktiven (ausser selbstversorgende Einsiedler) am meisten betrifft.
    Die Finanzialisierung duerfte da dann der naechste Faktor sein. Die stammt aber daher, weil "billig" Geld aus nichts geschaffen werden kann. Kann aber nur der, der auch gut mit dem Regelwerk vertraut ist und bereits ueber Resourcen verfuegt machen.
    Deindustrialisierung ist da nur eine Folgeerscheinung, die aber auch etwas mit der Akademisierung und Regulierung zu tun hat. Der Studierte will nicht im produzierenden Bereich arbeiten, und Unternehmen, die nicht bereits eine Grossbuerokratie haben, werden durch Regulierung abgeschreckt.
    Wahrheit Macht Frei!

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