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Thema: Inflation Sammelstrang

  1. #61
    Der Kaishakunin Benutzerbild von Erich von Stahlhelm
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Zitat Zitat von Bruddler Beitrag anzeigen
    Die Zahl der Arbeitslosen wird gerne mit der Situation vor 25 Jahren verglichen.
    Man vergleicht Äpfel mit Birnen, denn vor 25 Jahren war bspw. die "Leiharbeit" noch überschaubar.

    M.E. ist die "Leiharbeit" nur eine aktive Arbeitslosigkeit.

    Ne, das ist, mit dem Erpressungsgesetz H4 im Rücken, moderne Sklaverei.
    Wenn morgen die Muschelhörner und Trommeln erklingen, dann lasst uns fallen, so leichten Herzens wie die Kirschblüten im linden Frühlingswind.

    Prophetie aus Logik geboren. Sucht nach
    "Die Reichen werden Todeszäune ziehen" und lest!

  2. #62
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Zitat Zitat von Bruddler Beitrag anzeigen
    Die horrenden Mieten werden sich wohl bald nur noch diejenigen leisten können, deren Mietzahlung ohnehin von den Kommunen (Sozialkassen) übernommen wird...
    na immer noch keine Erklärung wie du zu deiner "aktiven Arbeitslosigkeit" kommst, bzw. warum das so betiteln willst?
    "may you be an half hour in heaven, before the devil knows you're dead"
    (irish wish, unknown)

  3. #63
    Gegen Volksverarschung Benutzerbild von Bruddler
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Zitat Zitat von Erich von Stahlhelm Beitrag anzeigen
    Ne, das ist, mit dem Erpressungsgesetz H4 im Rücken, moderne Sklaverei.
    Auch !
    DEM DEUTSCHEN VOLKE
    Deshalb AfD, die einzige Alternative für Deutschland.

  4. #64
    Mitglied Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Inflation und Arbeitslosenquote bzw. Anstellungsgrad sind die zentralen Größen, die zur Vermarktung der Staatsschuld dienen. Institutionelle Investoren (>95% des Anleihemarkts) legen Wert darauf, in Produkten zu investieren, dessen Wirtsvolk nachhaltig, möglichst billiges Humankapital darstellt. Ein zentraler Treiber der Inflation ist bekanntlich das Lohnniveau und dessen Veränderung. Aus Sicht des Investors muss die Inflation von der Rendite abgezogen werden. Daher führt eine höhere Inflation langfristig zwangsläufig dazu, dass der Markt mehr Rendite verlangt.

    Die Arbeitslosenquote ist deshalb wichtig, weil sie die Effizienz des gebrauchten Humankapitals misst. Hohe Arbeitslosenquoten führen zu hohen Kosten durch die Sozialsysteme, welche den Investoren praktisch Rendite (aus Steuern) vorenthalten. Ferner fallen durch das geringere Steueraufkommen selbstverständlich auch weniger (potentielle) Erträge an; zumindest unter Investoren bedingt derart ineffizientes Humankapital sehr schnell Unmut und mangelndes Interesse.

    Daher muss natürlich dafür gesorgt werden, dass Humankapital möglichst kostengünstig eingesetzt werden kann. Im besten Fall werden arbeitslose Segmente zwangsweise zur Arbeit eingesetzt; eine Idee des Pioniers G. Schröder.

    Um die Nachfrage nochmals zu steigern, wird der Warenkorb zur Inflationsbestimmung strategisch optimiert. Auch die Erfassung und Berechnung der offiziellen Arbeitslosenquote sollte ausschließlich statistisch optimiert veröffentlicht wird.


    Wären die makroökonomischen Kennzahlen der Sowjetunion übrigens mit nur 50% Genauigkeit korrekt gewesen, würde sie noch heute bestehen.
    浑水摸鱼

  5. #65
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Inflation und Arbeitslosenquote bzw. Anstellungsgrad sind die zentralen Größen, die zur Vermarktung der Staatsschuld dienen. Institutionelle Investoren (>95% des Anleihemarkts) legen Wert darauf, in Produkten zu investieren, dessen Wirtsvolk nachhaltig, möglichst billiges Humankapital darstellt. Ein zentraler Treiber der Inflation ist bekanntlich das Lohnniveau und dessen Veränderung. Aus Sicht des Investors muss die Inflation von der Rendite abgezogen werden. Daher führt eine höhere Inflation langfristig zwangsläufig dazu, dass der Markt mehr Rendite verlangt.

    Die Arbeitslosenquote ist deshalb wichtig, weil sie die Effizienz des gebrauchten Humankapitals misst. Hohe Arbeitslosenquoten führen zu hohen Kosten durch die Sozialsysteme, welche den Investoren praktisch Rendite (aus Steuern) vorenthalten. Ferner fallen durch das geringere Steueraufkommen selbstverständlich auch weniger (potentielle) Erträge an; zumindest unter Investoren bedingt derart ineffizientes Humankapital sehr schnell Unmut und mangelndes Interesse.

    Daher muss natürlich dafür gesorgt werden, dass Humankapital möglichst kostengünstig eingesetzt werden kann. Im besten Fall werden arbeitslose Segmente zwangsweise zur Arbeit eingesetzt; eine Idee des Pioniers G. Schröder.

    Um die Nachfrage nochmals zu steigern, wird der Warenkorb zur Inflationsbestimmung strategisch optimiert. Auch die Erfassung und Berechnung der offiziellen Arbeitslosenquote sollte ausschließlich statistisch optimiert veröffentlicht wird.


    Wären die makroökonomischen Kennzahlen der Sowjetunion übrigens mit nur 50% Genauigkeit korrekt gewesen, würde sie noch heute bestehen.
    Lesenswert!
    „Wenn ich wüsste, dass es nach dem Tod weitergeht, würde ich erst gar nicht sterben.“
    Matthias Beltz

  6. #66
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Zitat Zitat von Kaktus Beitrag anzeigen

    Immer wieder das alte Lied: Die Zusammenstellung des „Warenkorbes“. Damit lässt es sich gut mauscheln
    Ich habe Fahrradbereifung gekauft. Vorder- und Hinterrad, Weisswandreifen mit neuen Schlaeuchen. Kosten ueber 50 €, "Dunlop" steht drauf und "Made in China". Selbst montiert; da weiss ich, was das Fahrrad so qualitativ hat. Gewundert habe ich mich ueber die Schlaeuche schon; passend fuer "alle Groessen". Neues Material? Den ersten Schlauch hats nach 30 Kilometern schon zerrissen: Ein Schnitt, der mitgeliefert wurde, im Schlauch. Dann die Reifengroesse abgelesen (kaum noch moeglich, aber die alten Schlaeuche - da gabs eine Groessenbezeichnung) - zwei neue Schlaeuche gekauft, Ueber 15 € zusammen, das bisschen Gummi, und siehe da: passend fuer mindestens 4 Groessen; bei diesem Fahrrad liege ich an der Grenze - nach oben (hoffentlich koennen die neuen Schlaeuche das ab). Die Dunlop - Schlaeuche - wenn man sich die ansieht, wirklich der letzte Dreck.

    Im Moment bekommt man fast nur noch ein Foto von dem, was man da als Ware haben will. Die Qualitaet ist hundsmiserabel geworden, egal, wo man da hinsieht, es sei denn, man kennt qualitativ hochwertige Ware und greift dafuer tief in die Tasche. Wenn sich die Qualitaet dann etwas bessern soll, gibts einen Quantensprung im Preis - der Nachholbedarf eben, und das sind mehr als 20%.

    So ein Schrott - und fuer viel Geld. Ich schaetze

  7. #67
    Mitglied Benutzerbild von Atman
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    Standard AW: Inflation Sammelstrang

    Das Thema Inflation ist sehr interessant und ich denke auch seit einiger Zeit darüber nach.

    Mich plagen dabei noch folgende Punkte:

    1. Inflation als ganz normales Phänomen ist noch eine recht junge Erscheinung. Uns wird heute immer gesagt: "Ein bisschen Inflation muss sein, sonst geht die Wirtschaft vor die Hunde." Hmm seltsam, wie hat die Wirtschaft in Europa und den USA funktioniert bevor der Goldstandard oder ähnliche Sicherungen der Währung abgeschafft wurden. Sehr mysteriös.

    2. Ich glaube auch, wie viele andere hier, dass die reale Inflation deutlich höher ist als die uns verkauften 1,5-2%. Das hat meiner Meinung nach im Wesentlichen 2 Gründe:
    a) Die offiziell berechnete Inflation berücksicht keine oder nur teilweise die Produktivitätssteigerung (dafür habe ich keine Quelle, wenn jemand bescheid weiß bitte melden). D.h. die reale Inflation wäre dann die nominelle Inflation, die uns momentan vorgetragen wird plus die Produktivitätssteigerung.
    b) Ein Großteil des neu geschaffenen Geldes fließt an Gläubiger die es momentan noch nicht wieder in die Zirkulation der Realwirtschaft zurückfließen lassen. D.h. wenn sich dieses Verhalten eines Tages ändert, können die Preise explosionsartig ansteigen, wodurch sich dann die reale Inflation erst realisiert. Es kann dann zur Hyperinflation kommen.



    Generell kann ich hier einigen nur empfehlen, wenn es um Wirtschaft geht, immer in der Einheit "Arbeit/Arbeitsstunden" zu denken. Auch wenn hier die meisten wahrscheinlich keine Anhänger von der Politik Marxs sind, so finde ich sein wirtschaftliches Denken äußerst nützlich. Letzten Endes kann man mit seiner Denkweise die Inflation am einfachsten ermitteln.
    Man muss sich dann z.B. einfach nur noch die Frage stellen: "Wie viele Arbeitsstunden von gegebener Qualität und Qualifikation kann ich mir dieses Jahr für einen festen Geldbetrag (z.B. 100 Euro) kaufen, im Vergleich zu vor 10 Jahren"
    So umgeht man das Problem der Produktivitätssteigerung und muss demnach auch nicht über etliche Produktgruppen mitteln.
    "Daher ist die Aufgabe nicht sowohl, zu sehen was noch Keiner gesehn hat, als, bei Dem, was Jeder sieht, zu denken, was noch Keiner gedacht hat." A. Schopenhauer

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