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Thema: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

  1. #21
    Mitglied Benutzerbild von Goldlocke
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    General von Falkenhayn übernahm von General von Moltke das Oberkommando 1915,Falkenhayn sondierte das ganze Jahr 1915 über ob ein Friedensschluss möglich sei, zum Schluss sondierte er ob mit den Russen ein Separatfrieden möglich wäre was aber alles nicht erfolgreich schien, dann entschloss sich Falkenhayn für eine große Schlacht und er wählte Verdun, das als franz. Symbol galt aus dem Krieg 1870/71.Er glaubte die Franzosen werden Verdun mit allen Mitteln verteidigen, und er wollte die franz.Armee ausbluten. Die Schlacht wird in der Geschichte als Misserfolg gewertet weil auch die deutsche Armee große Verluste erlitt. Allerdings so ganz stimmt es nicht Falkenhayn hatte Erfolg ,denn die franz. Armee fing an zu Meutern, nur blieb das der deutschen Seite unentdeckt.


    Vor der Schlacht um Verdun, hielt man das Fort Duomaunt für den schwierigsten Ort der Schlacht. Aber das Fort wurde bereits am 1.Tag der Schlacht von deutschen Truppen erobert. Die deutschen Truppen griffen das Fort an noch während die eigene Artillerie schoss und so wurde die franz. Besatzung förmlich überrumpelt. Eigentlich war das ein Verhängnis weil man auf deutscher Seite dachte da geht noch mehr.
    Falkenhayn wurde '14 Chef des Generalstabs, nicht '15.
    "Vivere militare est."

    -Seneca der Jüngere

  2. #22
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Bruddler Beitrag anzeigen
    Und die Verursacher (Initiatoren) auch des 1.WK waren anschl. "fein raus"...schlimmer noch, deren Rechtsnachfolger gedenken alljährlich der Millionen Kriegstoten.
    Wenn sich Zündler zum Moralapostel aufspielen, ist immer Vorsicht geboten, eine Tatsache, die bis heute nicht an Gültigkeit verloren hat...
    So ist es.

    Das Stichwort Verdun entlockt mir kein Gefühl von Lokalpatriotismus.

    Dort fiel mein Großvater als Sturmpioniersoldat, nachdem er noch kurz vorher, während eines Urlaubs in Berlin, in einer Gefechtspause meinen Vater gezeugt hatte, der dann auch an dieser Westfront im Zweiten Weltkrieg, noch im Frühjahr 1945, als Flakbatteriechef fiel.

    Verdun ist mit dem Namen Falkenhayns unrühmlich verbunden. Dieser Generalstabchef, der den okkultgläubigen Molte, nach dessen Marne-Wunder-Geschenk an die Franzosen, abgelöst hatte, glaubte nicht mehr an einen Sieg im Westen und suchte sein Heil in einer Abnutzungsstrategie. Der Feind sollte in seinem Festungsgürtel durch Abnutzungsschlachten geschwächt und ausgeblutet werden. Falkenhayn berücksichtigte dabei nicht, daß die Franzosen über eine große Schwarze Armee aus Kolonialtruppen aus dem Maghreb und Schwarzafrika verfügten, welche die hohen Blutverluste der Verteidiger von Verdun ständig ersetzten. Diese „Blutpumpe“ kostete den deutschen Angreifern fast genauso hohe Verluste an Menschenleben, wie sie die französischen Verteidiger mit ihrer Schwarzen Armee hatten. Die OberOst-Generäle um Hindenburg, Ludendorff und Hoffmann nannte Falkenhayn „den Verbrecher“.











    Druide und goldene Sichel: Ilias 18, 38-49; Theogonie 240 u. 283

  3. #23
    Mitglied Benutzerbild von Dornröschen
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Erich von Stahlhelm Beitrag anzeigen
    Wer einmal auf diesem ehemaligen Schlachtfeld stand, als Tourist, der kann, so er sensibel genug ist,
    noch den Abgrund der Schrecken spüren welchen die Frontsoldaten hüben und drüben ausgesetzt waren.
    Es scheint, vorallem in den Abendstunden, als würde ein Geisterheer der jählings aus dem Leben Gerissenen,
    die starben, ohne diese Tatsache zu realisieren, immer noch ruhelos auf diesem Ort des Schreckens umherwandern.
    Das ganze Gelände ist immer noch ein Trichterfeld und wer es, trotz Verbotes, wagt jenseits der Wege in die Wälder
    zu gehen, der wird auch noch nach 100 Jahren auf die Überreste der gewaltigen Schlacht stoßen. Immer wieder menschliche Überreste,
    Material und immer wieder Blindgänger aller Arten. Von der Patrone über Handgranaten bis zu gewaltigen Artilleriegeschossen
    die dort noch herumliegen. Ein schauerlicher Ort der wiederhallt von dem namenlosen Grauen das die Teilnehmer dieses
    gewaltigen Ringens geschaut haben müssen.

    Was Menschen dort mitmachten, getrieben von der Hybris und der Menschenverachtung der Machthabenden beider
    Seiten, ist unvorstellbar. Wer sich im eigenen Geiste versucht vorzustellen was dort geschah, der wird diesen Blick in
    den finstersten Abgrund des Tartaros zutiefst bereuen.

    Die wenigen Bilder die es aus diesem Ort der Schrecken gibt, können nicht wiedergeben was dort geschah.
    Noch nie zuvor und nie wieder danach kulmulierte sich der Schrecken des Krieges auf so engem Raum.
    Noch nie zuvor und nie wieder danach starben soviel unter solch grausigen Umständen auf so engem Raum einen
    so sinnlosen Tod.

    Die Erlebnisberichte der Überlebenden lassen einen sprachlos zurück.



    Da stellt man sich die Frage, warum lassen sich Menschen mißbrauchen sich gegenseitig so etwas anzutun. Warum werden Menschen Soldaten, wo sie doch wissen, daß es nur um die Macht der Mächtigen geht und nicht um das Volk?



  4. #24
    Gegen Volksverarschung Benutzerbild von Bruddler
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Dornröschen Beitrag anzeigen
    Da stellt man sich die Frage, warum lassen sich Menschen mißbrauchen sich gegenseitig so etwas anzutun. Warum werden Menschen Soldaten, wo sie doch wissen, daß es nur um die Macht der Mächtigen geht und nicht um das Volk?
    Vor jedem Krieg steht die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden zuerst Feindbilder (Hetze) geschaffen, erst dann wird zum vermeintl. "unausweichlichen" und "ehrenwerten" Feldzug (oftmals als "Befreiungskrieg" deklariert) geblasen...

    Stellt Euch vor, die Politiker u. deren Medien rufen zum Waffengang, und keiner geht hin...
    "Wir sind ein offenes Land"...Warum so schönfärberisch ?
    Früher haben die Bewohner einer Stadt (Land) bei einer Kapitulation schlicht und einfach weiße Tücher geschwenkt.

  5. #25
    Mitglied Benutzerbild von Dornröschen
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Bruddler Beitrag anzeigen
    Vor jedem Krieg steht die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden zuerst Feindbilder (Hetze) geschaffen, erst dann wird zum vermeintl. "unausweichlichen" und "ehrenwerten" Feldzug (oftmals als "Befreiungskrieg" deklariert) geblasen...

    Stellt Euch vor, die Politiker u. deren Medien rufen zum Waffengang, und keiner geht hin...


    Der Mensch scheint nicht lernfähig zu sein. Jetzt gehts auf zum Finale, der Antichrist will die alleinige Macht über das Vieh und die Soldaten und Söldner aller Richtungen kämpfen fleißig für den Untergang und wenn es sein muß für den ganzen Planeten. Als Lohn bekommen alle die totale Versklavung, Mord, Folter, Armut, Hungertod, Arbeitslager.

    Was wünscht man sich mehr. Ich frage mich unter welchen Drogen alle stehen.



  6. #26
    Mitglied Benutzerbild von Schopenhauer
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Bruddler Beitrag anzeigen
    Vor jedem Krieg steht die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden zuerst Feindbilder (Hetze) geschaffen, erst dann wird zum vermeintl. "unausweichlichen" und "ehrenwerten" Feldzug (oftmals als "Befreiungskrieg" deklariert) geblasen...

    Stellt Euch vor, die Politiker u. deren Medien rufen zum Waffengang, und keiner geht hin...
    Letzter Satz:

    Sag ich doch!
    Ohne Wahrheit gibt es keine Freiheit.

    "Ich glaube, ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich Leute von Anfang an doof finden darf. Ich habe ja nicht ewig Zeit."

  7. #27
    Gegen Volksverarschung Benutzerbild von Bruddler
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Dornröschen Beitrag anzeigen
    Der Mensch scheint nicht lernfähig zu sein. Jetzt gehts auf zum Finale, der Antichrist will die alleinige Macht über das Vieh und die Soldaten und Söldner aller Richtungen kämpfen fleißig für den Untergang und wenn es sein muß für den ganzen Planeten. Als Lohn bekommen alle die totale Versklavung, Mord, Folter, Armut, Hungertod, Arbeitslager.

    Was wünscht man sich mehr. Ich frage mich unter welchen Drogen alle stehen.
    Der Mensch ist durchaus lernfähig, nur lernt er dabei immer und immer wieder das Falsche.
    Der Mensch sollte endlich einmal das Selberdenken lernen...
    "Wir sind ein offenes Land"...Warum so schönfärberisch ?
    Früher haben die Bewohner einer Stadt (Land) bei einer Kapitulation schlicht und einfach weiße Tücher geschwenkt.

  8. #28
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von Goldlocke Beitrag anzeigen
    Falkenhayn wurde '14 Chef des Generalstabs, nicht '15.
    Na dann eben Ende 1914 jetzt glücklich ?
    Hoffen auf Trump wie damals die DDR Bürger auf Gorbatschow.

  9. #29
    Zäh wie Leder Benutzerbild von RmdP
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Dieses Buch ist sehr zu empfehlen der Autor war Teilnehmer der Schlacht um Verdun. Sein überraschendes Resümee zu der Schlacht um Verdun war, General Falkenhayn hatte sein Ziel erreicht, die franz. Armee fing an zu meutern, nur blieb es der deutschen Seite unerkannt.


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    Ich kann nur mit diesen beiden dienen.
    Beide noch in Fraktur geschrieben und aus den 30ern .

    Ich werde immer noch oft gefragt ob und WIE Ich das lesen kann. Das erstaunt einen immer wieder.

    Auch mein Großvater erlebte die Schrecken des I.WW und gab seinen Kehlkopf bei einem Gasangriff für das Vaterland. Er konnte den Rest seines Lebens nicht mehr reden geschweige denn ordentlich schlucken.

    Aber am meisten beeindruckte Mich damals Meine Tochter deren Klasse als Abschlussfahrt eine Reise nach Verdun machte und nicht die vorher angedachte Fahrt zu einem KZ. Die Klasse weigerte sich beharrlich und wollte explizit nur nach Verdun!
    Als Sie zurück kam war Sie sehr bedrückt als Sie Mir erzählte das Alle der Klasse sehr geschockt waren als Sie an der Gedenktafel lesen konnten das die Meisten der damals Gefallenen Soldaten kaum Älter als Sie waren.
    Eben beim Bäcker gewesen. Immer wenn ich ein Hefebrot sehe überkommt mich eine tiefe Trauer - es hätte ein Bier werden können!

  10. #30
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.

    Was nicht so bekannt ist, franz. Offiziere mussten ihre farbigen kolonial. Soldaten zum Angriff prügeln.

    In Spielfilmen ist zu sehen franz. und engl. Offizier trugen früher eine ausziehbare Pferdepeitsche in der Hand, obwohl weit und breit kein Pferd zu sehen ist, diese Peitschen kamen meistens gegen farbige Soldaten zum Einsatz.
    Hoffen auf Trump wie damals die DDR Bürger auf Gorbatschow.

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